Symposia Thursday

In the following you will find an enumeration of all sessions. Sessions in English language are highlighted.

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Saal A&B 09:45 - 11:15 01.10.2015
Symposium Do07
Diagnostik retinaler Erkrankungen - Neue bildgebende und molekulargenetische Verfahren
Vorsitzende/r: Peter Charbel Issa (Bonn), Martin Zinkernagel (Bern)

Klinisch ähnlich erscheinende retinale Krankheitsbilder werden aufgrund neuer pathogenetischer Erkenntnisse zunehmend unterschiedlichen Ursachen zugeordnet, was von prognostischer und therapeutischer Relevanz sein kann. Vor diesem Hintergrund gewinnt eine differenzierte Diagnostik retinaler Erkrankungen an Bedeutung. In dem Symposium werden neue bildgebende und molekulargenetische Verfahren vorgestellt, die in der Differentialdiagnostik und Verlaufsbeurteilung retinaler Erkrankungen Anwendung finden können. Diese beinhalten unter anderem die quantitative und Zeit-aufgelöste Autofluoreszenz, adaptive Optiken, wie auch next-generation Sequencing und die genetische Untersuchung bei AMD-Patienten.
Referent/in: Wolf Harmening (Bonn)
Mit dem adaptive optics scanning laser ophthalmoscope können die Photorezeptoren der Netzhaut im lebenden Auge nicht-invasiv dargestellt werden. Kombiniert mit einer Reihe technologischer Innovationen kann dieser Zugang zu intaktem neuronalen Gewebe als optische Mikrostimulationsplatform genutzt werden. Dadurch kann die Funktion der Netzhaut zum ersten mal auf Einzelzellebene untersucht werden – ein Verfahren das für die klinische und grundlagenwissenschaftliche Sehforschung neue Untersuchungsmethoden verspricht.
Referent/in: Martin Zinkernagel (Bern)
Fluorescence lifetime Ophthalmoskopie ist eine neue Methode zur Messung von endogenen Fluoreszenzabklingzeiten in der Retina. Das Prinzip dieser Technik und Fluoreszenzabklingzeiten verschiedener Krankheitsbilder werden vorgestellt.
Referent/in: Hanno Jörn Bolz (Ingelheim)
Die Hochdurchsatzsequenzierung, auch als next-generation sequencing (NGS) bezeichnet, hat Einzug in die Routinediagnostik gehalten. Was kürzlich noch undenkbar schien, die genetische Diagnosesicherung bei den meisten Retinopathie-Patienten, ist jetzt möglich. Anhand von Beispielen werden die Vorteile NGS-basierter Diagnostik demonstriert. Ungewöhnliche Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Bioinformatik, Familienanamnese und –untersuchung und demonstrieren Fallstricke bei der Interpretation.
Referent/in: Peter Charbel Issa (Bonn)
Wesentlicher Ursprung des Fundus Autofluoreszenz (AF)-Signals ist eine Lipofuszin-Akkumulation im retinalen Pigmentepithel. Fundus AF-Bilder konnten bislang nur anhand von Mustern mit relativ verminderter oder erhöhter AF qualitativ beurteilt werden. Um die Lipofuszin-Konzentration auch quantitativ bestimmen zu können, wurde das Verfahren der quantitativen Autofluoreszenz (qAF) entwickelt, bei der ein Referenzfluorophor zur Normierung der Aufnahmen dient. Diese Technik ermöglicht differentialdiagnostische Überlegungen, eine frühzeitige Diagnose und Rückschlüsse auf die Pathophysiologie retinaler Erkrankungen.
Referent/in: Florian Heußen (Liverpool)
Die OCT Angiographie ist eine aufstrebende Technologie, deren Einsatz die klinische Diagnostik massgeblich verändern wird. Viele Krankheitsbilder lassen sich mit der neuen Technologie gut klassifizieren, jedoch muss sie sich am geltenden Goldstandard der Fluoreszenzangiographie messen lassen.
Referent/in: Sascha Fauser (Köln)
Die altersabhängige Makuladegeneration hat einen erheblichen genetischen Anteil. Die meisten der verantwortlichen Genveränderungen sind bekannt. Die Anwendung genetischer Tests in der klinischen Routine hat bisher aber nur einen begrenzten Nutzen.